Beharrlichkeit zahlt sich aus
Jul
17
Written by:
Samstag, 17. Juli 2010
Was in anderen Städten selbstverständlich ist, muss in Offenburg erkämpft werden.
Wer hier fremd oder behindert ist, hat es nicht einfach, eine öffentliche, oder behindertengerechte Toilette zu finden.
In vielen Städten genügt ein Mausklick auf den dortigen Stadtplan, um alle öffentlichen Toiletten sichtbar zu machen. In Offenburg wird man diesbezüglich nicht fündig. Liegt es vielleicht daran, dass es zu wenige davon gibt?
Wer auf einen Rollstuhl angewiesen und spätnachmittags oder nachts in der Stadt unterwegs ist, hat ein Problem.Die vorhandenen behindertengerechten Toiletten im Rathaus und Keilbachgebäude sind nur zu den Öffnungszeiten von Rathaus und Arztpraxen zugänglich.
Darauf hat Herr Schwendemann immer wieder beim „Runden Tisch Behindertenfreundliches Offenburg“, hingewiesen. Seine Beharrlichkeit hat sich gelohnt!
Am vergangenen Montag hat der Haupt- und Bauausschuss einstimmig beschlossen, im Erdgeschoss des Spitalspeichers eine öffentliche und jederzeit zugängliche Behindertentoilette einzurichten. Bleibt zu hoffen, dass der Gemeindrat in seiner Julisitzung ebenfalls zustimmt.
Das Problem, mehr öffentliche Toiletten im gesamten Stadtgebiet vorzuhalten, ist damit noch nicht gelöst. Wer mehr Touristen in die Stadt holen will, darf den derzeitigen „Notstand“ nicht länger ignorieren.
Eva-Maria Reiner