By Stefan Böhm on
Donnerstag, 22. Mai 2008
1348 brachte die Pest den Schwarzen Tod nach Offenburg. 650 Jahre später bringt die Firma Bayer den Roten Tod in die Stadt. Zigtausend Honigbienen fielen dem rotfarbenen Nervengift Clothianidin (Markenname: Poncho pro) zum Opfer. Mit verbrecherischer Kurzsichtigkeit wurde die Wunderdroge gegen den Schädling Maiswurzelbohrer verkauft und eingesetzt. Schätzungsweise 50 Prozent des Gifts werden durch die Abluft der Setzmaschinen auf die umliegenden Blüten geblasen und dort nicht nur von Honigbienen aufgenommen: Unzählige Wildbienen-, Hummel- und Schwebfliegenarten sterben – nur nicht so medienträchtig. Und plötzlich sind nicht mehr „nur“ die Bienen betroffen vom Gift – sondern auch der Mensch. Martin Eschbach, Vorsitzender des Imkervereins Offenburg, sagt: „Im Rapsanbau gibt es 20 bis 30 Prozent Mehrertrag durch Bienenbestäubung.“ Und umgekehrt? Umgekehrt wurde am Kaiserstuhl vor gut 20 Jahren eine große Obstanlage angelegt und gleich mal zu 100 Prozent schädlingsfrei gespritzt. Folge: Keine Bestäubung, kein Obst. Albert Einstein sagt: „Wenn die Bienen sterben, hat der Mensch noch vier Jahre zu leben.“ Dieser Satz ist leichter verständlich als die Relativitätstheorie – aber die Giftentwickler haben ihn nicht kapiert. Sie denken ökonomisch, nicht ökologisch: Was ist mit den Vögeln, die die toten Bienen fressen? Was ist mit den Erdbeeren, die neben den Maisfeldern wachsen? ...
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By Stefan Böhm on
Dienstag, 20. Mai 2008
Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,
beim Bienensterben in unserer Region handelt es sich um ein ökologisches Desaster, von dem Honigbienen und Imker zwar am unmittelbarsten und stärksten betroffen sind, dessen weiter- und tiefergehende Auswirkungen auf das gesamte Ökosystem erst nach und nach deutlich werden. So heißt es in der Produktinformation der Fa.Bayer: "Das Mittel ist giftig für Vögel…sehr...
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By Angelika Wald on
Samstag, 10. Mai 2008
Alle wünschen sich eine quirlige, belebte und abwechslungsreiche Innenstadt, in der sich Jung und Alt gerne aufhalten. Doch wie lässt sich das am Besten erreichen? Diese Frage ist ein Offenburger Dauerbrenner und wird jetzt anlässlich der Überplanung des Stadthallen-/Sparkassenareals zu Recht wieder intensiv diskutiert. Die Ansiedlung eines Lebensmittelgeschäftes ist Konsens, aber darüber hinaus?? Folgende Kernpunkte müssen meiner Meinung nach bei der Planung beachtet werden: ...
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