OG to GO: Mehrwegbecher für Coffee to go

Sehr geehrte Frau Oberbürgermeisterin,

im Juli dieses Jahres haben die Offenburger Grünen zu einer Offensive gegen die „Coffee-to-go“-Becherflut aufgerufen.
Im Grünen-Flugblatt hieß es: „2,8 Milliarden Coffee-to-go-Becher fallen jährlich in der BRD an – und viele davon fallen auch in Offenburg: neben den Papierkorb, auf die Wiese, in den Mühlbach.“ Pro Bundesbürger und Jahr sind es 34 Becher, für Offenburg wären das rund 2 Millionen. Vielleicht sind’s real nicht ganz so viel. Trotzdem:

Als Straßenmüll für das Stadtbild eine zusätzliche Beleidigung, für die TBO eine zusätzliche Belastung.

Wir haben gefordert, ein System von Mehrwegbechern einzuführen, die zwischen den verschiedenen Betrieben „wandern“ können. Ein gutes Beispiel gibt hier bereits der Weltladen in der Lange Straße.

Die Begründung ist klar: „Die Herstellung von 2,8 Mrd. Bechern verschlingt 43.000 Bäume, das jährliche Trinkwasser für 32.000 Menschen und 22.000 Tonnen Rohöl. Das Klima wird geschädigt, die Umwelt vermüllt.“ (Flugblatt der Grünen, Quellen: Umwelthilfe, Greenpeace u.a.)

Freiburg hat jetzt ein System eingeführt, das praktikabel erscheint. Ein Mehrwegbecher wird für ein Pfand von 1€ ausgegeben und kann in den beteiligten Geschäften wieder zurückgegeben werden. Er wird gespült und wieder benutzt.

Wir beantragen, dass die Stadtverwaltung auf die fraglichen gastronomischen Betriebe und Bäckereien zugeht, um ein solches Pfandsystem in Offenburg zu entwickeln. Die Entscheidung für den Mehrwegbecher wird durch einen Rabatt beim Kaffepreis gefördert. Das ist zunächst eine finanzielle Aufgabe der Geschäfte. Aber die Stadt kann helfen. Es ist besser, die Stadt zahlt an der Wurzel des Übels als an der mühevollen Beseitigung der Folgen, z.B. durch die TBO.

Bei der Benennung des Bechers wehren wir uns jetzt schon vorsorglich gegen den „Freiheitsbecher“– nach Freiheitsbier oder Freiheitsrettich. Trotz Vorbehalten gegen das inflationäre Denglisch wäre die Aufschrift „OG to GO“ interessant.

Insgesamt gilt: Die Umwelt, die Bürgerschaft, das Stadtbild und die TBO werden’s danken.

Mit freundlichem Gruß,

i.A. Stefan Böhm.

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