Mittwoch, 17.6.2015 – Offenburg:
Cannabis legalisieren?!

Legalise Cannabis Campaign

Cannabis legalisieren? fragen die Offenburger Grünen

„Cannabis legalisieren?!“, ist das Thema eines öffentlichen Gesprächsabends, zu dem die Offenburger Grünen für Mittwoch, 17. Juni, 20.00 Uhr, ins Stadtteilzentrum OG-Ost, Grimmelshausenstr. 30, einladen.

Es werden bei dieser Veranstaltung  keine süßen Nebel wallen, sondern höchstens die Köpfe rauchen, wenn über das Für und Wider einer streng regulierten Abgabe von Haschisch gestritten wird. Gegenwärtig ist die offizielle Drogenpolitik zunehmend umstritten, sie wird von vielen Juristen und selbst vom Bund deutscher Kriminalbeamter kritisch gesehen. Während der Gesetzentwurf der Grünen-Bundestagsfraktion dem Schwarzmarkt und der Kriminalisierung von Konsumenten entgegen treten will, beharren v.a. die großen Parteien auf der gegenwärtigen verbotsorientierten Gesetzeslage.

Als ausgewiesene Fachleute werden Christoph Weber, Diplomsozialarbeiter und langjähriger Mitarbeiter der Drogenhilfe Freiburg, und Dirk Herzbach, Polizeioberrat und Leiter des Referats Prävention beim Polizeipräsidium Offenburg, die Frage aus ihrer Sicht beleuchten und mit den Gästen – gern auch kontrovers – diskutieren.

Offenblatt: HOCH-Schule Offenburg

Offenburg wächst an allen Ecken und Enden: breiter, höher, tiefer. Jetzt auch das Hochschulgelände. Das Land plant hier ein „Regionales Innovationszentrum Energie“, dessen Gebäude „… die Energiewende in praktischer Umsetzung“ zeigen soll. Die Errichtung als Passivhaus ist positiv. Die Herstellung soll „landschafts- und umweltgerecht“ erfolgen.  Schließlich ist Offenburg Klimaschützer. Als Grüne/er kann man da kaum Nein sagen. Zudem wird die Wirtschaft gestärkt und die kulturelle Szene durch ein reges Studentenlegen beflügelt.

Für das „offene“ Offenburger Wiesen- und Grasland ist das Vorhaben leider negativ: denn hier wird wieder ein bisher offenes Stück Land versiegelt. Mit all den unschönen Klimafolgen, die der Flächenverbrauch nach sich zieht. Als Ausgleich sollte daher die überbaute Grundfläche optimal ausgenutzt werden  (Hoch bauen); die sicherlich nötigen Stellplätze sollten in einem Hoch-Parkhaus angelegt werden. Als realer Ausgleich könnte eine gleichgroße Fläche im Stadtgebiet entsiegelt werden.

Und dann muss Offenburg auch dafür sorgen, dass genügend bezahlbarer Wohnraum für Studierende zur Verfügung steht.

Christina Schäfer

Angelika Wald verabschiedet: Großes Engagement für das Wohl Offenburgs

Angelika Wald scheidet aus dem Gemeinderat aus / Plädoyer für politische Debatten

Die Fraktionsvorsitzende der Gemeindratsfraktion Bündnis 90/Die Grünen, Angelika Wald, hat sich am Montagabend nach über 20 Jahren als Stadträtin vom Gremium verabschiedet. Sie rief zu einer engagierten Mitarbeit der Stadträte auf: „Nur Debatten und Auseinandersetzungen führen zu einem wirklich guten Ergebnis!“

OB Edith Schreiner überreichte der scheidenden Grünen-Chefin die goldene Münze der Stadt und einen Blumenstrauß. Sie würdigte deren Engagement über zwei Jahrzehnte als „vorbildlich“. „Sie, Frau Wald, haben mit Ihrer Zeit, Ihren Ideen und Ihrer politischen Überzeugung zur Entwicklung der Stadt Offenburg positiv beigetragen“, so das Stadtoberhaupt. Als Kommunalpolitikerin habe Wald sich den Ruf erworben, immer gut vorbereitet in die Sitzungen zu gehen. Ihre Opposition zu Mehrheitsentscheidungen habe sie jeweils gut begründet: „Immer vertraten Sie Ihre Meinung mit Herz und Überzeugung.“ Als politisch denkende Frau sei sie vor der politischen Auseinandersetzung nicht zurückgeschreckt.

Angelika Wald verabschiedete sich mit den Worten: „20 Jahre sind eine lange Zeit. Meine Arbeit im Gemeinderat war immer spannend, ich konnte über den Tellerrand hinausschauen und habe gelernt: In der Stadtverwaltung gibt es für alles eine Erklärung.“

Ingo Eisenbeiß übernahm den Fraktionsvorsitz der Grünen. Als Nachrückerin wurde Karin Jacobsen von OB Edith Schreiner als Stadträtin vereidigt.

Quelle: Offenblatt Nr. 17 vom 16. Mai 2015, S. 3

Mina Döserich …

… sollte Namensgeberin für eine Straße im neuen Wohngebiet Seitenpfaden sein.

Wilhemine Döserich stand als Mitglied der KPD in der Weimarer Zeit politisch links; sie wurde 1930 als erste Frau in den Offenburger Stadtrat gewählt. Als alleinerziehende Mutter von vier Kindern setzte sie sich in der wirtschaftlichen Krise für die Interessen der Offenburger Arbeiterschaft und der armen Schichten ein. Im Stadtrat war sie zum Beispiel als Beirätin für Sozialrentnerfürsorge und in der Kommission für Schulgeldbefreiung tätig.

Wegen ihrer Mitwirkung an dem kritischen Theaterstück „Der Leidensweg des Fürsorgeempfängers“ wurden Mina Döserich und ihr Parteikollege Richard Bätz von der Arbeit im Stadtrat suspendiert, konnte ihr Mandat aber 1933 wieder ausüben, bis sie dann im März 1933 von den Nazis abgesetzt, in „Schutzhaft“ genommen und dann zu mehreren Monaten Gefängnis verurteilt wurde.

Als ehemalige KPD-Stadträtin erhielt sie keinerlei Unterstützung, erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurde sie als „Opfer des Nationalsozialismus“ anerkannt. Nach dem Krieg arbeitete sie im Ausschuss für Flüchtlingsfragen mit.

An Mina Döserich als erste Frau im Offenburger Stadtrat und als engagierte Vertreterin sozialer Interessen sollte mit einem Straßennamen erinnert werden.

Sarah Lieser

Offenburg als „faire Stadt“ – Info-Veranstaltung zum Thema „Fairtradestadt Offenburg“ – 19.5.2015 – 19.30 Uhr

Logo Kampagne Fairtrade Towns

Logo Kampagne Fairtrade Towns

In Deutschland gibt es schon 327. Karlsruhe und Freiburg gehören dazu. Sie sind Fairtrade-Städte. Offenburg bald auch? Auf der Wunschliste der GRÜNEN-Fraktion im Gemeinderat steht dies schon länger. Deshalb laden sie ein zu einem Info-Abend. Wie geht das, Fairtrade-Stadt zu werden? Wie ist es dann, Fairtrade-Stadt zu sein? Berichten wird auch Kerstin Harzer vom Haupt- und Personalamt Freudenstadt. Denn Freudenstadt schon Fairtrade-Stadt. Die Stadt im Schwarzwald wurde als 58te in die Liste der deutschen Fairtrade-Bewegung aufgenommen.

Herzliche Einladung zu dieser Veranstaltung
am Dienstag, den 19. Mai 2015 – 19.30 Uhr
Großer Saal des Gemeindehauses der evangelischen Stadtkirchengemeinde, Poststr. 16, Offenburg.

Fahrradstadt Offenburg: Wie können wir miteinander verkehren? – Diskussion erwünscht!

Fahrrad fahrern erlaubtFür nicht wenige OffenburgerInnen beginnt jetzt bei Frühjahrstemperaturen die Fahrradsaison, denn bei schönem Wetter macht Fahrradfahren einfach mehr Freude. Doch leider gibt es immer noch zu viele Unfälle. Laut Statistiken für Unfallursachen, bei denen Rad- und Autofahrende zu Schaden kommen,

sind häufige „Tod“sünden der Radfahrenden

  • Geisterfahren auf Radwegen
  • Fahren auf Gehwegen
  • Fahren im Dunklen ohne Beleuchtung
  • zu geringer Abstand zum Fahrbahnrand
  • Mängel am Fahrrad (Bremsen)
  • Handy am, Knopf im Ohr …

und häufige „Tod“sünden der Autofahrenden

  • Missachtung der Vorfahrt beim Rechtsabbiegen über Radweg
  • zu geringer Abstand beim Überholen
  • unachtsames Türöffnen
  • blindes Rückwärtsfahren, Rangieren
  • unnötiges Überholen
  • Handy am, Knopf im Ohr …

Wie kann dieses Wissen in der Fahrradstadt Offenburg nützlich werden?

Wir sind gespannt auf Meinungen und Anregungen aus der Bevölkerung, denn wir – Bündnis 90/Die Grünen, Gemeinderatsfraktion, Metzgerstraße 13, 77652 Offenburg, juergen.ochs [ät] gruene-offenburg.de – wünschen uns weiterhin einen hohen Anteil des umweltfreundlichen und klimaschützenden Radverkehrs, und das mit wenig Verunfallten.

Jürgen Ochs

14.04.2015 – 19.30 Uhr – Familienzentrum am Mühlbach, Offenburg: Den Schultag später starten?

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte,

ein früher Schulbeginn ist nicht gesetzlich vorgeschrieben. Viele Wissenschaftler meinen, ein Unterrichtsstart um 7.40 widerspricht dem Biorhythmus und der schulischen Leistungsfähigkeit der meisten Kinder und Jugendlichen. Dies bestätigt eine Studie des Basler Entwicklungspsychologen Prof. Dr. Sakari Lemola* aus dem Jahre 2013.

Beim Gesprächsabend am 14.4. präsentiert und diskutiert Dr. Lemola die Ergebnisse seiner Studie und den allgemeinen Wissensstand in dieser Frage.

Was bewegt uns zu dieser Veranstaltung? Die schulischen Anforderungen an Kinder und Jugendliche steigen. Die Schullandschaft nicht nur in Offenburg wandelt sich. Ist es da nicht an der Zeit, auch mal über den täglichen Schulbeginn nachzudenken? Natürlich müssen hier Probleme wie berufliche Arbeitszeiten der Eltern oder der Busfahrplan mit bedacht und zufriedenstellend gelöst werden. Aber muss nicht zuerst gefragt werden: Was tut den Kindern und Jugendlichen gut? Was ist ihrem Lernen zuträglich?

Im Auftrag der Offenburger Grünen lade ich Sie und Euch herzlich zu dieser öffentlichen Veranstaltung ein. Wir freuen uns über die Weitergabe dieser Einladung.

Mit freundlichem Gruß,
Stefan Böhm,
Stadtrat der Grünen

*Prof. Dr. Sakari Lemola, geboren 1974 in Finnland, aufgewachsen in der Schweiz, wurde 2007 an der Universität
Basel im Bereich Entwicklungspsychologie promoviert; 2014 Habilitation. Seine Forschungsschwerpunkte
am Institut für Psychologie der Universität Basel sind die Bedingungen für eine positive Entwicklung
über die Lebensspanne eines Menschen.

Ort: Stadteil- und Familienzentrum am Mühlbach, Vogesenstr. 14a, Offenburg

Plakat zum Ausdrucken und weitergeben: VeranstDr.Lemola14.4.15Aushangpdf

Hierzu passt auch der Diskussionsbeitrag von Stefan Böhm zu späteren Schulanfang von Februar 2014 sowie der wissenschaftliche Anhang zu diesem Beitrag.

Termine: Mo., 09.03.2015 – SFZ Am Mühlbach – Staatsrätin Gisela Erler spricht zur Bürgerbeteiligung

Am Montag den 09.03.2015 besucht die Staatsrätin für Bürgerbeteiligung und Zivilgesellschaft der baden-württembergischen Landesregierung Gisela Erler Offenburg. Im Zuge der Veranstaltungsreihe „Grün regiert“ des GRÜNEN Landesverbands wird Gisela Erler um 19.30 Uhr im Familienzentrum am Mühlbach (Vogesenstraße 14A, 77652 Offenburg) einen Vortrag zu den Themen Bürgerbeteiligung und Flüchtlingspolitik halten. Im Anschluss wird eine Diskussion stattfinden.

Zu der Veranstaltung laden wir Euch ganz herzlich ein. Wir würden uns sehr freuen, wenn Ihr diese Einladung an interessierte Bekannte weiterleitet.

Weitere Informationen zu Gisela Erler findet Ihr auf der Homepage des Staatsministeriums: https://www.baden-wuerttemberg.de/de/regierung/landesregierung/mitglieder-der-landesregierung/gisela-erler/

Termine > Donnerstag, 22.01.2015 – 20.00 Uhr: Klimaschutz nach der Klimakonferenz in Lima versus Klimaschutzpolitik der Bundesregierung

Vortrag und Diskussion mit Peter Meiwald, MdB // Sprecher für Umweltpolitik Bündnis 90/Die Grünen, Oldenburg
Familienzentrum Innenstadt (Stegermattstraße 24, D-77652 Offenburg)

Peter Meiwald – MdB

Peter Meiwald wird bei einer Abendveranstaltung einen Vortrag zum Thema „Klimaschutz nach der Klimakonferenz in Lima versus Klimaschutzpolitik der Bundesregierung“ halten und im Anschluss auf Fragen von interessierten Bürgerinnen und Bürgern eingehen. Die Veranstaltung wird um 20.00 Uhr im Familienzentrum Innenstadt (Stegermattstraße 24, D-77652 Offenburg) beginnen und voraussichtlich anderthalb bis zwei Stunden dauern. Zu dem Gespräch und der anschließenden Diskussion laden wir Euch ganz herzlich ein.